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KURZPROFIL DER BEHANDLUNGSKONZEPTE
Persönlichkeitsstörungen

Fünf bis zehn Prozent der allgemeinen Bevölkerung und mehr als 50 Prozent der wegen psychischer Störungen behandelten Patienten sind von Persönlichkeitsstörungen betroffen. Die verschiedenen Ausprägungen der Erkrankung sind überlappende Störungsmuster, die sich verschiedenen Hauptformen zuordnen lassen, aber nicht genau voneinander abgegrenzt werden können.


Spezieller Behandlungsablauf

In den vergangenen Jahren hat sich die Diagnose und Behandlung der Persönlichkeitsstörungen deutlich verbessert. Die Therapie stellt erhebliche Anforderungen an die Kompetenz und die Professionalität der Therapeuten, da behandlungsbedürftige Depressionen, Zwangs- und Angststörungen sowie somatoforme Schmerzstörungen bei gleichzeitigem Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung einen speziellen störungsbezogenen Behandlungsablauf erfordern.

Persönlichkeitsstörungen werden in ihrer Häufigkeit weit unterschätzt. Durch das vertiefte theoretische Wissen und die qualifizierte Erfahrung der Therapeuten der Klinik Alpenblick wird das Behandlungsangebot für Patienten, die unter Persönlichkeitsstörungen leiden, deutlich verbessert.


Therapie

Mit Hilfe einer ausführlichen biographischen Anamnese und durch das Erheben der aktuellen psychopathologischen Befunde, durch die Betrachtung der Sozialanamnese und sozialen Folgen der Erkrankung sowie eine durch Fragebögen erhobene klinische Diagnostik können wir dem Patienten differenziert Auskunft geben über die erforderlichen psychotherapeutischen Maßnahmen.

Wir erarbeiten mit dem Patienten eine klare konzeptgeleitete Strukturierung des Gesamtbehandlungsplanes, in schweren Fällen kann auch eine psychopharmakotherapeutisch symptomorientierte Behandlung die Psychotherapie unterstützen. Die Persönlichkeitsstörung selbst ist pharmakologisch nicht behandelbar. Bei schweren Persönlichkeitsstörungen wird die längerfristige oder in Intervallen angelegte stationäre / ganztägig ambulante Behandlung in Absprache mit dem ambulant tätigen Psychotherapeuten durchgeführt, so dass die Zeitlimitierung des stationären Aufenthaltes den Verlauf der Behandlung nicht kompliziert.

Die stationäre Psychotherapie der Persönlichkeitsstörungen kann der Krisenintervention bei selbst- und fremdgefährdenden Verhaltensweisen dienen. Sie ist hilfreich zur Bewältigung depressiver Einbrüche, auflebender körperlicher Beschwerden (vor allem Schmerz), zunehmender Angst (Panik) und Zwänge, aber auch selbstzerstörerischer Verhaltensweisen wie Alkohol- und/oder Drogenmissbrauch oder schweren Essstörungen.


Unterteilung der Persönlichkeitsstörungen

Die Persönlichkeitsstörungen werden unterschieden in Untergruppen, in denen die charakteristischen Züge der Persönlichkeitsstörungen beschrieben sind. Für den Patienten selbst ist das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung oft schwer zu erkennen. Die Krankheit ist häufig nur in der Bezogenheit zu anderen Menschen erkennbar und erfahrbar.

Es ist daher unerlässlich, die betroffenen Personen mit dem Störungsmodell vertraut zu machen und sich Zeit zu nehmen, Krankheitshypothese und Behandlungsschritte mit dem Patienten abzusprechen. Dazu bieten wir den Betroffenen ein standartisiertes Vorgehen an.


Einsatz von Polaritätenmodellen

Zur Kenntnis und der Veranschaulichung unterschiedlicher persönlichkeitsbedingter Lebensstile ist es hilfreich, menschliche Verhaltensweisen in einem Polaritätenmodell abzubilden. Menschen, die persönlichkeitsbedingt zu hoher Selbstkontrolle und Absicherung neigen, können sich im Extrem in einem zuviel an Rigidität, Normorientierung oder Gewissenhaftigkeit widerspiegeln.

Diesen Personen mangelt es an Flexibilität, Gefühlsorientierung und Offenheit für neue Erfahrungen, oder es fehlt die Bereitschaft, sich auf gefühlsmäßige Erfahrungen einzulassen, die jedoch zwingende Voraussetzungen sind, neuen Sinn zu finden oder sich selbst neu zu entfalten. Andere Menschen hingegen werden persönlichkeitsbedingt zu sehr durch eine gefühlsmäßige Ausrichtung ihrer Erfahrungen bestimmt, die sie im Extrem sogar von Gefühlen überschwemmt, ohne sie angemessen kontrollieren zu können oder sie orientieren ihr Handeln fast ausschließlich am emotionalen Erleben, was zwar den Vorteil der Spontaneität bedeuten kann, vielfach jedoch in Richtung Impulskontrollverlust entgleitet. Gekränktsein, Ärger, Wutausbrüche oder selbstdestruktive Handlungen können die Folge sein.

Das menschliche Bedürfnis nach Bindung und sozialer Geborgenheit und das menschliche Bedürfnis nach Autonomie und sozialer Unabhängigkeit findet sich als Polarisierung in den meisten Persönlichkeitstheorien wieder.

Therapieziele

Die Therapie erfordert die Teilnahme an einem Programm, das durch die verschiedenen therapeutischen Maßnahmen aus dem Bereich Gruppentherapie, Einzeltherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, Sport- und Bewegungstherapie und Pharmakotherapie ergänzt wird.





[ 24.07.2010 ]
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Isny-Neutrauchburg – Manch einer hat ihn schon entdeckt, den Holzskulpturengarten im Neutrauchburger Wald am Wassertretbecken hinter der Klinik Alpenblick. Wie jedes Jahr, so wird auch diesen Sommer die Skulpturensammlung um einige wundersame Figuren reicher.
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