KLINIK ALPENBLICK
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KURZPROFIL DER BEHANDLUNGSKONZEPTE
Männertherapie

Männer sind anders gesund. Sie sind auch anders krank. Sie leben anders als Frauen. Von den mannigfaltigen Unwegbarkeiten, die bei unterschiedlichen Männern unterschiedlich ins Gewicht fallen, nimmt der Mann im Hinblick auf Gesunderhaltung oder Wiederherstellung seiner Leistungsfähigkeit andere Hilfsangebote wahr.

Im Berufs- oder Erwerbsleben denken Männer mit der eigenen, persönlichen Laufpräzision. Sie nehmen es mit der Langlebigkeit nicht so genau. Männer haben häufiger chronische Erkrankungen, sind häufiger arbeitsunfähig, haben ein geringeres Gesundheitswissen (Fakten, Wahrnehmung, Deutung, Verhältnis zum eigenen Körper), pflegen einen anderen Umgang mit Krankheit beziehungsweise Lebensfreude, benutzen andere Werkzeuge zur Konflikt- und Krisenbewältigung, nehmen seltener medizinische Vorsorgeuntersuchungen wahr, holen sich seltener Rat in Gesundheitsfragen bei Ärzten und Vertretern anderer Heilberufe als Frauen. Sie halten wenig von nicht schulmedizinischen Alternativen und ganzheitlichen Behandlungsansätzen.


Die Schwitzhütte - ein Angebot nur für Männer

Das Schwitzhüttenritual ist eine jahrtausendealte indianische Tradition, welche die Indianer seit dem letzten Jahrhundert bewusst weitergeben. In der Klinik Alpenblick ist es ein wesentlicher Bestandteil der Männertherapie. "Ritual" steht hier für eine Form der bewussten Auseinandersetzung und den richtigen Raum und die notwendige Aufmerksamkeit für dieses Ereignis. Deshalb verlassen die Männer, die am Ritual teilnehmen, für zwei Tage und zwei Nächte das Klinikgelände und gehen in die Natur.

Die Schwitzhütte ist aus Weiden- und Haselnussruten gebaut, abgedeckt mit Decken und Planen. In der Hütte ist es stockdunkel, in einem Erdloch in der Mitte befinden sich rot glühende Steine, die draußen in einem kraftvollen Feuer erhitzt wurden. Das Ritual folgt strengen Regeln und geht in vier Runden auf die männliche Kraft ein. In der Schwitzhütte sind die Teilnehmer absolut geschützt, können sich intensiv auf die eigenen Empfindungen konzentrieren und erspüren, welche Aspekte einer einzelnen Runde im Moment für sie wichtig sind.

Die Dramaturgie, die große Hitze und die absolute Dunkelheit in der Hütte können zu einem Aufheben des gewohnten Denkens führen. Ängste, Sorgen, Probleme, alte Muster und behindernde Gewohnheiten können sich in diesem besonderen Raum auflösen; mögliche Lösungen werden deutlicher. Die Zeremonie hat eine starke, reinigende Wirkung für Körper, Geist, Gefühl und Seele. Sie öffnet das Herz und kann die Tür zur inneren Stimme weit aufmachen. Sie bietet die Möglichkeit zur Selbsterkenntnis und Veränderung. So tanken die Teilnehmer Kraft und Klarheit für die Aufgaben im Alltag.





[ 19.07.2010 ]
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