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UNSER THERAPIEKONZEPT SETZT AUF NACHHALTIGKEIT Verhaltenstherapeutische und tiefenpsychologische Ansätze in einem integrativen Konzept

Die effektive Behandlung von psychischen Störungen ist so komplex, dass eine einzelne Behandlungsmethode nicht in der Lage ist, das gesamte Spektrum der psychischen Störungen zu behandeln. Deshalb ist es notwendig, verschiedene Behandlungsansätze auf dem Hintergrund einer wissenschaftlich anerkannte Therapieverfahren darzustellen.
Die Verhaltenstherapie und die Psychoanalyse sind die Grundlage, auf der wir das Therapiekonzept weiterentwickeln. Unsere Therapieangebote sind deshalb bewusst methoden- und schulenunabhängig. Sie beruhen auf den Daten der empirischen Wirksamkeitsforschung, die die Grundlage einer allgemeinen Psychotherapie darstellt.
Ziele
Der Mensch kann nicht in Richtung von außen vorgegebener Zielkriterien verändert werden. Das Verhalten eines Menschen zu beurteilen oder zu werten ist erst dann hinreichend hilfreich, wenn man in der Lage ist, ein tiefes Verständnis diesem Verhalten entgegenzubringen. Wir möchten den Menschen helfen, dieses Verständnis für sich zu gewinnen, damit sie ihre Symptome nicht nur beseitigen, sondern ihr eigenes Selbst so gestalten, dass sie in der Lage sind, ein sinnvolles, beziehungserfülltes Leben führen zu können. Ist dies gelungen, ist der Mensch aus sich selbst heraus leistungsfähig, hat Lust, sich durch eine sinnvolle Arbeit an der Gemeinschaft zu beteiligen. Der Mensch soll zuerst erkennen, dass die Konfliktsituationen zwischen ihm und anderen eine Auswirkung der Konfliktsituationen in seiner eigenen Seele sind und dann kann er diesen seinen inneren Konflikt überwinden. Man kann seinen Frieden nirgendwo anders suchen als bei sich selbst. Wenn man ihn da gefunden hat, kann man daran gehen, ihn in der ganzen Welt zu suchen.
Therapeutische Maßnahmen
Im Zeitalter von Integration und Vernetzung finden auch die verschiedenen Therapieschulen zueinander. Psychotherapielehrbücher sind zunehmend methodenoffen oder bewusst dialogisch konzipiert. Integrative Modellbildungen sind empirisch wohl fundiert, wobei die dominierenden Grundlagenkonzepte der Verhaltenstherapie und Psychodynamik klar erkennbar bleiben. Die Grundorientierung der psychodynamischen Psychotherapie arbeitet mit dem Modell des reaktualisierten Entwicklungskonflikts und des erhaltenen Entwicklungsschadens. Es geht also schwerpunktmäßig um die Aufdeckung unbewusster konflikthafter Motivationen für das gegenwärtige Handeln sowie um die Bewältigung der seelischen Folgen real erlittener Traumata.
Übergeordnetes Ziel der Therapie
Die Sichtung der tatsächlichen und vermeintlichen Probleme des Betreffenden, die Aussöhnung mit den eigenen ungeliebten Seiten und die Reintegration abgespaltener Persönlichkeitsanteile in das bewusste Selbst sind übergeordnete Ziele der Therapie. Die Psychotherapie soll helfen, Schwierigkeiten im gegenwärtigen Leben zu lösen. Daher muss sie einerseits genügend Schutzraum bieten, damit sich ein Mensch mit alten Kränkungen und angestauten Gefühlen angstfrei auseinandersetzen kann und andererseits ausreichend wohlwollende Konfrontation bieten, damit irreale Wunschphantasien abgetrauert werden können und die Fähigkeit zu angemessenem Problemlösungsverhalten und zu eigenverantwortlicher Lebensgestaltung gestärkt wird.
Neben dem Gespräch nutzen wir zur Diagnostik standardisierte testpsychologische Verfahren (Akquasi). Für die therapeutische Bearbeitung nutzen wir erlebnisaktivierende Verfahren wie Musiktherapie, Gestaltungstherapie, Bewegungstherapie, Katathym imaginative Psychotherapie, soziales Kompetenztraining. Kombiniert werden diese Verfahren mit stützenden und verhaltensmodifizierten Rollenspielen. Wir nutzen gezielt die Ressourcen der Patienten und entwickeln lösungsorientierte Verhaltensweisen. Die Therapie ist gruppenorientiert, so dass die neu gelernten Verhaltensweisen in der Klinik in ein soziales Übungsfeld eingebettet sind.
Rehabilitations-Konzept
Als gesund sehen wir einen Menschen an, der mit sich körperlich, seelisch und geistig im Einklang ist, zu anderen Menschen befriedigende Beziehungen unterhält und in seinem Leben einen Sinn sieht. Bestehende Krankheitsfolgen oder Behinderungen kann man lernen zu integrieren (siehe die Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO). Psychische und psychosomatische Erkrankung werden oft auch genährt durch das Missverständnis zwischen den erlernten Möglichkeiten eines Menschen, die Welt zu gestalten, und den Anforderungen, die die Umwelt täglich an ihn stellt. In der Krankheit drückt sich oft auch das Leid einer in ihrer gegenseitigen Beziehung gestörten Gruppe aus. Krankheitsverstärkend wirken falsche Ernährung, missbräuchliche Einnahme von Genussgiften, falsche Schlafgewohnheiten, zu wenig Bewegung und zu viel Pflichtbewusstsein.
Psychosomatische Rehabilitation konzentriert sich auf die Stärkung bzw. bestmögliche Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit im Alltag und im Berufsleben bei bestehenden Krankheitsfolgen oder Behinderungen. Die psychosomatische Rehabilitation orientiert sich nach Meinung der Fachkommissionen des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger am bio-psychosozialen Krankheitsmodell nach Engel (1980). Durch eine angemessene Kombination von Therapiemethoden sollen die komplex ineinander verschränkten Störungen behandelt werden. In der Klinik Alpenblick wird für jeden Patienten nach ausführlicher Eingangsdiagnostik ein individueller Therapie- und Rehabilitationsplan aufgestellt. Den Schwerpunkt bildet die Psychotherapie, ergänzt durch die notwendigen medizinischen und physiotherapeutischen Angebote, die die Förderung der beruflichen Reintegration beinhalten. |
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