Klinik Alpenblick
Fachklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
 
 
 
 

UNSERE BEHANDLUNGSKONZEPTE

Traumafolgestörungen

Schreckliche Erlebnisse führen oftmals zu seelischen Verletzungen. In einer eigenen Abteilung der Klinik Alpenblick schaffen wir die Voraussetzungen zur Bewältigung solcher Traumata. Unser erfahrenes und engagiertes Team unterstützt Sie auf dem Weg in ein stabileres Leben.
Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, können diese Ereignisse oft lange nicht überwinden. Immer wieder erleben sie Entsetzen, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Angst und Schuldgefühle. Nichts scheint mehr wie es war. Häufig werden sie tagsüber z.B. durch Nachhall-Erinnerungen und nachts in Albträumen von den schlimmen Szenen der traumatischen Erfahrungen beeinträchtigt. Depression und Rückzug von anderen Menschen können die Folge sein. Das führt regelmäßig zu Beeinträchtigungen im Berufs- und Alltagsleben.   
  
Eine stationäre Rehabilitationsbehandlung kann helfen, die entscheidende Wende einzuleiten. Unsere Ärzte, Psychologen und speziell ausgebildeten Pflegekräfte der Klinik Alpenblick haben langjährige Erfahrung im Umgang mit Rehabilitanden, die traumatische Erlebnisse hinter sich haben.  
  
 

Stärkung Ihrer Ressourcen

 
Die Vermittlung von Informationen über Posttraumatische Belastungsstörungen sehen wir als einen wichtigen Aspekt der Behandlung an. Sie lernen besser zu verstehen, wie es zu den Beschwerden kam, warum sich das Erlebte bislang nicht verarbeiten ließ und welche Wege Ihnen zur Bewältigung offenstehen. Wir möchten Sie beim Erwerb sinnvoller Strategien begleiten, so dass Sie das Trauma bald als weniger bedrohlich erleben können.   
  
Ein entscheidender Teil unserer Therapie ist die Stärkung Ihrer Ressourcen: Wir helfen Ihnen, mehr Zugang zu Ihren inneren Kraftquellen zu erlangen und äußere Unterstützung besser für sich zu nutzen. Sie lernen, Krisen rasch zu bewältigen, und erwerben Techniken, wie Sie innere Anspannung, Unruhe und Stress reduzieren können. Regelmäßige Imaginationsübungen sowie verschiedene Entspannungsverfahren unterstützen Sie dabei.   
  
Häufig sind nach traumatischen Erfahrungen auch zwischenmenschliche Beziehungen gestört. Die Betroffenen werden misstrauisch, sind leicht reizbar und ziehen sich von anderen zurück. Durch die Erfahrung gegenseitiger Wertschätzung und Zuwendung, sowie durch Rückmeldungen von Therapeuten und Mitrehabilitanden werden Ihr Selbstwerterleben und die Wahrnehmung von sich selbst und anderen gestärkt und unangenehme Gefühlsschwankungen reguliert. Vereinzelt ist es hilfreich, in begrenztem Maße und unter therapeutischer Begleitung das eigentliche traumatische Geschehen durchzuarbeiten. Dies setzt voraus, dass der betreffende Rehabilitand eine gewisse Stabilität erreicht hat.   
  
 

Unser Therapiekonzept beinhaltet im Einzelnen:

 
  • Therapeutische Einzelgespräche mit dem Bezugstherapeuten  
  • Interaktionelle Bezugsgruppen (sog. Kerngruppen)  
  • Psychoedukative Traumagruppe  
  • Imaginationsübungen in der Stabilisierungsgruppe  
  • Entspannungstechniken, wie Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR)  
  • Kunst- und Gestaltungstherapie (Ergotherapie)  
  • Ressourcenorientierte Musiktherapie  
  • Körperorientierte Therapieverfahren (Bewegungstherapie, Aromatherapie, Physiotherapie)  
  • Eingebundensein in der therapeutischen Gemeinschaft, z.B. durch regelmäßige Morgenrunden 
  • Evtl. Traumakonfrontation (mittels Brainspotting, Desensibilisierung durch Augenbewegung (EMDR) oder Screentechnik)
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