Klinik Alpenblick
Fachklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
 
 
 
 

SCHULUNGEN

Schulungen für unsere Rehabilitanden

Mit unseren Schulungen, zum Beispiel zur Ernährungsberatung, dem Gesundheitstraining und Psychoeduktation möchten wir Sie ausführlich über Ihre Erkrankung und über reflektierendes, gesundheitsbewusstes Verhalten informieren. So können Sie auch nach dem Aufenthalt bei uns ein großes Stück dazu beitragen, dass Sie Ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren.  
Wir bieten Ihnen besondere Gruppen bzw. Psychoedukationen im  Rahmen Ihrer individuellen Therapie an:  
  
 

Angsterkrankungen

 
Angsterkrankungen sind sehr vielfältig in ihrer Erscheinungsformen. Häufig bestehen übermäßige Ängste vor spezifischen Situationen oder auch Objekten, wie z.B. vor Spinnen oder Höhe. Umgangssprachlich spricht man dann von Spinnen- oder Höhenangst. In der Fachsprache werden diese Ängste Phobien, also z.B. Spinnen- oder Höhenphobie, genannt. Phobie heißt also krankhafte Furcht vor etwas konkret Benennbarem oder Greifbaren. Die Angst vor größeren Menschenansammlungen und -gruppen wird Agoraphobie genannt und häufig als Diagnose im Zusammenhang mit Depressionen gestellt.   
  
 

Körperwahrnehmungen richtig verstehen

 
Manchmal entwickeln Menschen, meist schon in der Kindheit und Jugend beginnend, vermehrte Ängste in sozialen Situationen und Ängste vor Bewertungen. Neben verunsichernden Beziehungserfahrungen lassen sich meist auch belastende, schambesetzte Erlebnisse oder Demütigungen oder isolierte Belastungssituationen diesen Ängsten zuordnen.   
  
Rehabilitanden beschreiben jedoch auch oft durch spezifische Körperwahrnehmungen, z.B. Herzrasen, begleitet von starken vegetativen Reaktionen, wie Schwitzen, Atemnot und hoher innerer Unruhe in massive Angstzustände zu kommen. Da diese körperlichen Reaktionen oft als unkontrollierbar erlebt werden und meist eher in Ruhe oder auch im Schlaf auftreten, löst diese Körperreaktion nachvollziehbar starke Ängste, manchmal Todesängste, aus. In diesen Fällen wird die Angstsymptomatik Panikattacke genannt.   
  
Eine Angsterkrankung kann sich jedoch auch durch vermehrte innere Unruhe, in der Unfähigkeit sich von angstvollen Gedanken zu lösen und sich beispielsweise sicher zu fühlen, äußern. Diese Menschen leiden oft sehr unter beständig sorgenvollem Gedankenreisen und der Unfähigkeit, ihr Leben zu genießen. In diesem Fall spricht man von einer generalisierten Angststörung.  
  
 

Flucht und Vermeidung führen zu Isolation

 
Gemeinsam ist all diesen Angsterkrankungen eine spezifische Verhaltensneigung, nämlich mit Flucht oder Vermeidung auf angstauslösenden Situation zu reagieren. Wo dies nicht möglich ist, beispielsweise bei sorgenvollen Gedanken oder angstbesetzten körperlichen Reaktionen, entwickelt sich meist ein vermehrtes Kontrollieren durch z.B. Kontrollanrufe bei angstvollen Gedanken um die Sicherheit von Angehörigen, vermehrtem Blutdruckmessen bei körperlichen Ängsten oder Panikattacken und Suche nach Sicherheit durch z.B. Arztkontakte.  
  
In der Angstschulung werden Rehabilitanden diese Formen der Angst und die typischen, meist jedoch eher ungünstigen Bewältigungsstrategien erklärt. Die Funktion von Angst auch als gesunde Reaktion wird verständlich gemacht, typische körperliche Veränderungen im Zusammenhang mit Angst werden besprochen. Es wird ein Austausch hinsichtlich erlebter Symptome und Folgen der Angsterkrankung unter den Teilnehmern gefördert, mit dem Ziel, die eigene Symptomatik besser zu verstehen zu können und auch ungünstige Reaktionsmuster zu erkennen.   
  
 

Den Teufelskreis der Angst durchbrechen lernen

 
Zudem erfolgt die Erarbeitung des Teufelskreises der Angst. Die Teilnehmer werden unterstützt, einen veränderten Umgang mit der Angst zu entwickeln: beispielsweise verzerrte Angstgedanken zu enttarnen und sich vor allem auch angstauslösenden Situationen wieder zu stellen, dadurch den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen. Die graduelle Exposition, wie dieses Vorgehen genannt wird, wird durch die Schulung und auch durch gezielte Übungen in der Gruppe unterstützt und angeleitet. Ein wesentliches Anliegen der Schulung ist es, den Rehabiitanden Mut zu machen, Angstsymptome eher beobachtend wahrzunehmen und nicht davor zu fliehen oder dagegen anzukämpfen. Dahingehend werden auch Atemübungen, gedankliche Übungen und Achtsamkeitsübungen in der Schulung integriert.   
  
Neben der Schulung und den gezielten selbsterfahrungsorientierten Übungen erlernen Rehabiitanden auch die Progressive Muskelentspannung als Entspannungsmethode kennen und werden angehalten eine angemessene Bewegung hinsichtlich Ausdauersportart (beginnend meist mit Ergometertraining) durchzuführen bzw. für sich zu entdecken. Zudem erhalten die Rehabiitanden ein therapiebegleitendes Schulungsskript auch zur Unterstützung in den eigenständig durchzuführenden Expositionsübungen. 
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Schmerz

 

Psychoedukation bei anhaltenden, sogenannten chronischen Schmerzerkrankungen

 
Diese Schulung richtet sich an Rehabiitanden mit Schmerzsymptomen die länger als sechs Monate anhaltend erlebt werden und deren Schmerzerleben meist nicht vollständig durch einen körperlichen Befund erklärt werden kann. Viele Rehabiitanden berichten sich dann in wiederholte ärztliche Untersuchungen zu begeben um die Ursache ihrer Schmerzen zu finden, aber meist enttäuscht zu werden, da keine klare Ursache festgestellt werden kann. Hier erleben sich Rehabiitanden oft unverstanden und auch hilflos und allein gelassen, ihren Schmerzen ausgeliefert. Oftmals ziehen sich Rehabiitanden vermehrt zurück und entwickeln dann auch eine depressive Symptomatik.   
  
Unsere Ziele
 
Ziel der Schmerzschulung ist es, einerseits Rehabiitanden mit diesen Erfahrungen einen Austausch zu ermöglichen und sich vielleicht erstmalig in ihrem oftmals langjährigen Leidensweg verstanden zu fühlen. In der Schulung werden jedoch auch Hinweise zu Schmerzverarbeitung, dem sogenannten Schmerzgedächtnis, und der neuronalen sogenannten „Schmerzmatrix“ gegeben, so dass Rehabiitanden das komplexe Schmerzerleben besser verstehen lernen. So lernen Rehabiitanden , die Schmerzsymptomatik auch als fehlgesteuerte Wahrnehmungsprozesse und Verarbeitungsprozesse zu verstehen. Die häufig verwendete Erklärung „Schmerzen entstehen im Kopf“ heißt aber nicht „Schmerzen sind pure Einbildung“. Ziel ist es, insbesondere auch Schmerzsymptome als körperlichen Ausdruck für Gefühle wie z.B. Angst oder Trauer verstehbar zu machen.  
  
Darüber hinaus ist ein Ziel der Schulung, ein besseres Verständnis für schmerzauslösende und schmerzaufrechterhaltende Faktoren zu entwickeln. Bei Rehabiitanden mit Rückenschmerzen, aber auch Kopfschmerzen besteht beispielsweise oft ein hoher Zusammenhang zwischen Stressverarbeitung, hoher innerer und somit auch körperlicher Anspannung und der Entwicklung von Schmerzsymptomen.   
  
Den Teufelskreis Schmerz durchbrechen lernen
 
Ein Teufelskreis entwickelt sich dann, wenn dies zu Rückzug, Vermeidung, Selbstunsicherheit und Schonverhalten führt. So wird in der Schmerzschulung häufig an Einzelfallarbeiten orientiert ein verbesserter Umgang mit eigenen inneren Ansprüchen und äußeren Anforderungen thematisiert. Dahingehend steht auch im Fokus, mit vielleicht gegebenen Einschränkungen adäquat und weniger selbststrafend umzugehen.   
  
Ziel ist es Rehabiitanden , aus diesem komplexen Geschehen wieder einen Ansatzpunkt zu eröffnen, sich ihr Leben „zurückzuerobern“ und Bereiche zu erschließen in denen sie sich kompetent und fähig erleben. So soll die meist starke Fokussierung nur noch auf das Schmerzerleben erweitert werden auf Erlebnisse und Erfahrungen, die wieder Selbstsicherheit, Selbstvertrauen und Lebensfreude ermöglichen.  
  
Dahingehend sind neben der Schulung auch gemeinsame körperliche Übungen und Schmerzbewältigungsübungen in Form von gezielten Imaginationen vorgesehen. Die Rehabiitanden erhalten zudem eine schulungsbegleitende Rehabiitandeninformation  
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Trauma

 
Die Vermittlung von Informationen über Posttraumatische Belastungsstörungen sehen wir als einen wichtigen Aspekt der Behandlung an. Sie lernen besser zu verstehen, wie es zu den Beschwerden kam, warum sich das Erlebte bislang nicht verarbeiten ließ und welche Wege Ihnen zur Bewältigung offenstehen. Wir möchten Sie beim Erwerb sinnvoller Strategien begleiten, so dass Sie das Trauma bald als weniger bedrohlich erleben können.   
  
Häufig sind nach traumatischen Erfahrungen auch zwischenmenschliche Beziehungen gestört. Die Betroffenen werden misstrauisch, sind leicht reizbar und ziehen sich von anderen zurück. Durch die Erfahrung gegenseitiger Wertschätzung und Zuwendung, sowie durch Rückmeldungen von Therapeuten und Mitrehabiitanden werden Ihr Selbstwerterleben und die Wahrnehmung von sich selbst und anderen gestärkt und unangenehme Gefühlsschwankungen reguliert.  
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Depression

 
Depressionsspezifische therapeutische Behandlungsansätze bearbeiten in unserer Klinik die aktuelle Verletzlichkeit des Rehabilitanden und seine Tendenz, sich selbst zu überfordern und zu entwerten. Wir behandeln alle depressiven Symptome zielorientiert mit einer Kombination aus Psychotherapie, Einzel- und Gruppentherapie.  
  
 

Symptome bei sich erkennen lernen

 
Die Depression ist eine Erkrankung die sich vor allem durch verminderte Lebensfreude und Verlust von Antrieb bzw. dem Gefühl von Erschöpfung bemerkbar macht. Meist besteht zudem ein vermehrtes Grübeln, ein vermindertes Selbstvertrauen und ein Vorherrschen eher negativer Denkinhalte. Oft quälen Betroffene jahrelange Schlafstörungen sowie eine Zunahme körperlicher Beschwerden. Meist führt dies zu einem zunehmenden Rückzug aus freundschaftlichen Beziehungen und auch eigentlich gerne ausgeübten Tätigkeiten. Die Erkrankung wird aufgrund der Vielzahl der Symptome und der eher schleichenden Verschlechterung von Betroffenen zu spät wahrgenommen. Menschen mit Depressionen können oft ihr eigenes Erleben nicht nachvollziehen und sehen keine Veränderungsansätze.  
  
Mit der Schulung Depression erfahren Rehabiitanden welche Veränderungen bzw. Symptome bei Depressionen auftreten und wie diese erklärt werden können. Das Krankheitsentstehungsmodell mit den Überlegungen zu Vorbelastungen durch unverarbeitete frühe Erlebnisse und ungünstige Beziehungserfahrungen, aber auch durch akute Belastungen und chronische Verausgabungsneigungen sowie fehlender Schutzfaktoren und Ressourcen wird erklärt. Die Aufrechterhaltung der Symptomatik durch vermehrten sozialen Rückzug und ungünstiger Entlastung wird verständlich gemacht. Darüber hinaus erhalten Rehabiitanden Einsicht in psychotherapeutische Behandlungsansätze – in das Beachten von emotionalen Grundbedürfnissen (nach Klaus Grawe) und dem Verändern dysfunktionaler Denkmuster (nach Aaron Beck). Die Schulungsthemen sind daher eher verhaltenstherapeutisch ausgerichtet.  
  
 

Ein verändertes Erleben trainieren

 
Teil des Behandlungsprogramms sind zudem gezielte genussorientierte, bewegungsorientierte und soziale Angebote in der Gruppe die gezielt ein verändertes Erleben, hin zu mehr Lebensfreude und sich angenommen sowie selbstwirksam zu erleben, erreichen sollen. Die Rehabiitanden werden zudem angehalten in eigener Verantwortung ein Lebensfreude-Tagebuch zu führen, in dem sie eigene Erfolgserlebnisse und hilfreiche Erfahrungen täglich festhalten. Die Schulung sowie die dazugehörigen beschriebenen Angebote sind integriert in das Gesamtbehandlungskonzept bestehend aus Einzelgesprächen, Gesprächsgruppen und erlebnisorientierten Verfahren. 
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Außerdem unterstützen wir Sie in Ihrer Gesundheitsbildung, damit Ihre guten Vorsätze weit über das Ende Ihrer Reha hinaus Bestand haben.  
  
 

Ernährungsberatung

 
Rehabiitanden dürfen bei uns zwischen Fleisch, Fisch oder einem vegetarischen Essen wählen. So findet jeder das Gericht, das schmeckt und gesund ist!   
  
Leistungen unserer Diätberatung
 
  • Vollkost  
  • leichte Vollkost  
  • vegetarische Kost  
  • energiedefinierte Kost: Reduktionskost, Ernährung bei Fettstoffwechselstörungen, Hinweise zur Ernährung bei Daibetes mellitus, purinarme Kost  
  • spezielle Diäten nach Bedarf  
  • Beratungsgespräche  
  • Vorträge  
  • Lehrküche
 
In der Klinik Alpenblick bereiten wir alle wissenschaftlich anerkannten Diätkostformen zu. Hochqualifizierte Diätassistentinnen betreuen unsere Rehabiitanden , die Stoffwechsel- oder Essstörungen aufweisen. Rehabiitanden mit Diätverordnung werden zunächst in Einzelgesprächen individuell beraten.   
  
 

Übergewicht

 
Rehabiitanden mit Übergewicht können wöchentlich ihre Ernährungsprotokolle mit der Diätassistentin besprechen. So erfolgt die Gewichtsreduktion in Selbstkontrolle unter regelmäßiger Mithilfe der Ernährungsfachkraft.   
  
 

Zu Hause leicht & genussvoll essen

 
Rehabiitanden erfahren bei uns, wie sie sich auch zu Hause gesundheitsbewusst ernähren können. Unsere Ernährungsfachkräfte zeigen diese Art der gesunden und genussvollen Ernährung in Theorie und Praxis in unserer Lehrküche. Damit steht einer Fortführung eines wichtigen Teils der gesunden Lebensführung im häuslichen Alltag nichts mehr im Wege.  
 
Unsere Klinik ist Mitglied in der Gütegemeinschaft Ernährungskompetenz (GEK) e.V. und führt das RAL Gütezeichen "Kompetenz richtig Essen" mit der Spezifikation "Speisenvielfalt und Diäten". Weitere Informationen sind erhältlich über www.gek-ev.de.
  
  
Weitere Informationen
 
Eine Übersicht all unserer Diätkostformen erhalten Sie im Verpflegungskonzept der Kliniken Neutrauchburg:   
  
 
Weitere Informationen über die Ernährungsberatung erhalten Sie hier.  
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Gesundheitstraining

 
Nach einer Rehabilitation lassen die guten Vorsätze manchmal schneller nach, als es unseren Rehabilitanden lieb ist.   
  
Mit unserem Gesundheitstraining möchten wir Sie deshalb über gesundheitsbewusstes Verhalten informieren. So können Sie auch nach dem Aufenthalt bei uns ein großes Stück dazu beitragen, dass Sie Ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren.   
  
 

Unsere Methodik und Leistungen

 
  • Ausführliche Informationen über alle gängigen Nachsorgemöglichkeiten und Motivation hierzu 
  • wöchentliche Arztvorträge gemäß Vorgaben VdR  
  • wöchentliche thematische Arztvorträge  
  • Einleitung des Nachsorgeprogramms der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg durch den Stationsarzt und den Sozialdienst  
  • Beratung über Selbsthilfegruppen durch den Stationsarzt  
  • Vermittlung von Eigenübungen  
  • Beratung und Mitgabe von Informationsmaterial über gesunde Ernährung sowie über Diät bei Stoffwechselerkrankungen und Übergewicht  
  • Vermittlung individueller Bewältigungsstrategien, künftiger gesundheitsbewusster Lebensführung durch Vorträge und Einzelgespräche
 
Ausführliche Informationen finden Sie hier
 
Übung der Woche - internetbasierte Gesundheitstipps des Therapeutischen Bewegungszentrums  
  
 
Gerne erhalten Sie weitere Informationen
 
Leitung Therapeutisches Bewegungszentrum 
Tel.: +49 (0) 7562 71-1151 
Email: info@klink-alpenblick.de 
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