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BRANCHENÜBERGREIFENDER UNTERNEHMENSVERGLEICH WZ-Kliniken sind „Top-Job“-Arbeitgeber

Neutrauchburg - Die Waldburg-Zeil-Kliniken mit 3350 Mitarbeitern sind „Top-Job“- Arbeitgeber 2010. Damit zählen sie zu den besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. „Wir sind stolz auf diese Auszeichnung“, sagt Geschäftsführer Ellio Schneider in einem Pressegespräch anlässlich der Verleihung des Gütesiegels in Duisburg.
Zum dritten Mal, und diesmal mit 13 Kliniken und der Unternehmenszentrale, beteiligte sich Waldburg-Zeil an dem branchenübergreifenden Unternehmensvergleich „Top Job“, berichtet Ellio Schneider. Mit der Auswertung durch das Institut für Führung und Personalmanagement der Uni St. Gallen stelle sich das Unternehmen dem kritischen Auge eines externen Gutachters, so Schneider. Er sieht die Auszeichnung als Beweis für „krisenfest erfolgreiche Personalarbeit“.
Mitarbeiter würden geschätzt
Schwierige Zeiten seien beherrschbar, wenn Mitarbeiter Orientierung hätten: „Ausgezeichnete Mitarbeiter bringen ausgezeichnete Leistung, und wir wissen die Leistung der Mitarbeiter zu schätzen.“ Ihn freue, dass das seit über 50 Jahren in der medizinischen Rehabilitation tätige Unternehmen nicht nur beim Patienten mit Qualität punkte, sondern auch beim Mitarbeiter mit einem attraktiven Arbeitsplatz. Zu den ausgezeichneten Einrichtungen zählen unter anderen die Kliniken, das Therapeutische Bewegungszentrum und die Zentrale in Neutrauchburg, die Fachkliniken Wangen und die Reha-Klinik Bad Wurzach.
Anonym und unter strenger Beachtung des Datenschutzes, wie Personalleiter Jürgen Benz versichert, wurden die Mitarbeiter online befragt, mit einer Beteiligung von gut 60 Prozent. Themen waren unter anderem Führung, Motivation und Dynamik, Mitarbeiterentwicklung, Familienorientierung sowie internes Unternehmertum.
Benz betont, dass drei- bis viermal jährlich Betriebsversammlungen, regelmäßige Mitarbeiter- und Abteilungsgespräche und Befragungen auch jetzt schon Standard im Unternehmen seien. Mitarbeiterbefragungen seien in Unternehmen dieser Größe nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit, aber er betrachte dies als wichtigen Teil des Qualitätsmanagements.
„Wir sagen, was wir tun, und tun, was wir sagen“, nennt der Personalchef die Maxime, zu der auch Fürsorge und Fairness gegenüber dem Mitarbeiter gehören. „Der Mitarbeiter kann ein Votum abgeben, darstellen, wie das Leben in der Firma wirklich ist“, sieht Schneider die Bedeutung der Befragung. Benz sieht in der Befragung eine Möglichkeit, die Vertrauenskultur zu stärken, aber auch, Schwachpunkte auszumachen und zum ständigen Verbesserungsprozess beizutragen: „Wir lernen täglich dazu.“ Dem Mittelstand bescheinigt Schneider eine bedeutende Rolle bei der Stabilisierung der Wirtschaft. Eine gelebte Managementkultur trage zur Stärkung des Mittelstands bei.
Zu fairem Umgang verpflichtet
Das Gütesiegel bringt den Arbeitnehmern auch für die Zukunft Nutzen, denn die ausgezeichneten Unternehmen verpflichten sich zu einem fairen Umgang mit ihren Mitarbeitern „auch in schwierigen Zeiten“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Artikel aus: Schwäbische Zeitung vom 30.1.2010, Ausgabe Allgäu-Oberschwaben, Autorin: Barbara Rau. |
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