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KLINIK ALPENBLICK ZUM TAG DER GESUNDEN ERNÄHRUNG Mahlzeit!

Isny-Neutrauchburg - Essen muss jeder Mensch. Was er isst, wie, wo und mit wem, kann er frei entscheiden: Ob mit der Fertigpizza allein vorm Fernseher oder mit Freunden bei Kerzenschein und selbst zubereiteten Bio-Produkten - jeder hat die Wahl.
Die Folgen sind grob gezeichnet klar: Die eine Variante führt auf Dauer zu Vereinsamung und Übergewicht, die andere steigert Wohlbefinden und Lebensfreude. Wie wir da drauf kommen? Am Sonntag ist «Tag der gesunden Ernährung». Zeit also, um sich ein paar grundsätzliche Gedanken über das Essen zu machen.
Drei mal täglich: «Lieber drei mal am Tag satt essen, statt fünf Mahlzeiten täglich», sagt die Diätassistentin Brigitte Fleck von der Klinik Alpenblick in Isny-Neutrauchburg. Ihrer Argumentation zufolge lassen die längeren Verdauungspausen den Insulinspiegel nicht so stark ansteigen. Die Entstehung von Übergewicht werde somit nicht so stark gefördert wie bei fünf oder mehr Mahlzeiten.
Essen und Psychologie: «Das Essen liefert Befriedigung, Genuss, Freude, kann das Miteinander stärken und eine gute Unterhaltung fördern. Man sollte die Nahrungsaufnahme daher nicht in ihrer Funktion missbrauchen», sagt Diätassistentin Fleck. Was sie damit meint: Viele Menschen essen nicht, weil der Magen knurrt und sie Hunger haben, sondern um Spannungen abzubauen. Früher gingen die Menschen Holz hacken, um Dampf abzulassen.
Heute stopfen sie Süßigkeiten in sich hinein. Das sind die sogenannten Frustesser, die sich nicht selten mit Kummerspeck herumplagen müssen, da ein solches Essverhalten das Übergewicht fördert. Doch vermutlich liegt es nicht nur am vielen Frust, dass etwa 60 Prozent der Deutschen an Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) leiden.
Vier Richtige: Laut Brigitte Fleck gibt es vier goldene Regeln für eine gesunde Ernährung: 1. Regelmäßig essen (drei mal am Tag, keine Snacks zwischendurch). 2. Ausreichend essen, aber nicht übermäßig. 3. Abends Kohlehydrate meiden: dies soll für einen niedrigen Blutzucker- und Insulinspiegel sorgen und somit Fettspeicherung sowie Heißhungerattacken entgegenwirken. Fleck betont ausdrücklich, dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung diese Theorie nicht uneingeschränkt teilt. 4. Alle industriell hergestellten Lebensmittel weglassen.
Umgekehrt zählen zu den Hauptfehlern: Unregelmäßiges und übermäßiges Essen, zu viel Kohlehydrate und zu viel industriell gefertigte Produkte. Auch falsch: Den ganzen Tag gar nichts und abends alles auf einmal essen. Nicht neu, aber unverändert wahr: Bewegungsmangel schadet und begünstigt Übergewicht, Sport dagegen tut dem Körper gut.
Es geht um die Einstellung: «Diäten helfen nur kurzfristig. Wer dauerhaft abnehmen und gesund leben will, muss seinen Lebensstil ändern», sagt Fleck.
Es geht um eine ausgewogene und vollwertige Ernährung und eine Änderung des Bewegungsmusters: Mehr Gemüse, Obst und Vollkornprodukte, Milch, Naturjoghurt, Quark, Käse sowie gelegentlich Fleisch und Fleischwaren und die Integration von Sport und Bewegung sind ein guter Anfang.
Kühlschrank ausmisten: Fast in jedem Kühlschrank lagern Dickmacher. Meist hat man diese Dinger durch jahrelangen Konsum recht lieb gewonnen. Aber es hilft nichts: Wer die Bikini- oder Badehosenfigur will, sollte im Zuge des Frühjahrsputzes auch einmal seinen Kühlschrank ausmisten. Nicht hinein gehören da laut Brigitte Fleck zum Beispiel Cola und Limonade, Schokoriegel, Kindermilchschnitten und alle künstlichen Lebensmittel.
Artikel aus "Allgäuer Zeitung", Autor: Dirk Ambrosch, vom 07.03.2010. |
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