Klinik Alpenblick
Fachklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
 
 
 
 

KREATIVTHERAPIE IN DER KLINIK ALPENBLICK

Balanceakt zwischen Fähigkeiten und Grenzen

Der Genesungsprozess erfordert Zeit und Geduld sowie einen liebevollen Umgang mit sich selbst. Viele Menschen sind es gewohnt, sich mehr um andere zu kümmern. Sich selbst in den Blick zu nehmen, ist jedoch eine Voraussetzung dafür, mit Beeinträchtigungen des seelischen und körperlichen Wohlbefindens, der sozialen Beziehungen und der wirtschaftlichen Verhältnisse konstruktiv umzugehen.  
Bei der Vielzahl der Veränderungen, die eine längere Erkrankung nach sich ziehen kann, ist es wichtig, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, bedarf es an Phantasie, Erfindungsgeist und Mut, neue Strategien auszuprobieren.  
 
Unsere kreativen Angebote wie Malerei, Bildhauerei, Musik- oder Tanz- und Bewegungstherapie können Patienten und Rehabilitanden eine Hilfe dabei sein, ihren individuellen Weg der Krankheitsverarbeitung zu entwickeln und Fähigkeiten für eine Rückkehr in einen selbstbestimmten beruflichen und privaten Alltag zu erproben und einzuüben. Die Anregung von kreativen Fähigkeiten, der Ausdruck von inneren Bildern oder Prozessen sind ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des möglicherweise vorliegenden eigenen problematischen Verhaltens. Innere Anspannungszustände lassen nach und die Förderung von Genuss- sowie Entspannungsfähigkeit wird gefördert.   
  
 

Kreative Ergotherapie

 
Wir bieten unterschiedlich konzipierte ergotherapeutische Gruppen und eine Bildhauergruppe an. Daneben ergänzen spezifische ergotherapeutische Module, die eine berufliche Fokussierung verfolgen, diese Angebote. Bei der Einschätzung allgemeiner Arbeitsfähigkeiten kommen Methoden wie Cogpack (computergestütztes Hirnleistungstraining), Fähigkeitsscreening oder Melba-Ida (Fähigkeitsprofil) zur Anwendung.  
 
Die Teilnehmer unserer Gruppen haben die Möglichkeit, sich detailliert mit der aktuellen persönlichen und auch beruflichen Situation auseinanderzusetzen und individuelle Perspektiven zu entwickeln. Sie erleben sich als Person in verschiedenen Rollen und Beziehungen. Handlungsspielräume und deren Grenzen werden erfahren, Ressourcen können entdeckt und wiederbelebt werden. Dadurch fördern wir eine differenzierte Selbst- und Fremdwahrnehmung.  
 
Die Anregung von kreativen Fähigkeiten, der Ausdruck von inneren Bildern oder Prozessen sind ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des individuellen problematischen Verhaltens. Innere Anspannungszustände lassen nach und die Förderung von Genuss- sowie Entspannungsfähigkeit wird gefördert.  
 
Die Art der Beziehungsgestaltung wird sowohl im Umgang mit dem Material wie auch anhand von Gruppeninteraktionen spür- und sichtbar. In Reflexionsrunden werden diese Erfahrungen ausgetauscht und individuelle Entwicklungspotentiale generiert.  
  
 
Ausführliche Informationen zum Download als PDF
 
 
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Musiktherapie

 
Die Musik begleitet unseren Alltag - manchmal auch ohne dass wir dies bewusst beabsichtigen. Sie bringt uns in Bewegung oder zur Ruhe, schafft Atmosphären und verleiht unserer momentanen Stimmung einen "passenden" Ausdruck. Sie hilft uns, Trauer und Schmerz besser zu ertragen oder gar zu überwinden, sie tröstet und stärkt uns, lässt uns genießen und träumen. Viele Menschen setzen Musik in diesem Sinne in ihrem Alltag ein und praktizieren somit eine ganz persönliche „Musiktherapie“.   
  
Unsere Erfahrung besagt dass die Anwendung von Musiktherapie - eingebunden in einen Gesamtbehandlungsplan - für viele Patienten und Rehabilitanden ein sinnvolles therapeutisches Angebot sein kann, das die übrigen psychotherapeutischen Verfahren in idealer Weise ergänzt. Die Musiktherapie hat ihre Besonderheit und Stärke dort, wo das emotionale Erleben und die eigene Beziehungsgestaltung im Mittelpunkt der individuellen Problematik stehen. 
 
Wir nutzen die Musik als ein Medium, um einen emotionalen und interaktionellen Raum herzustellen, der den Teilnehmern hilft, das mit Sprache vielleicht (noch) nicht Ausdrückbare zugänglich und bewusst zu machen.   
  
 
Die Ziele im Einzelnen sind:  
  
  • Verbesserung der Selbst- und Objektwahrnehmung 
  • Verbesserung der Affektwahrnehmung, -identifizierung, -differenzierung, -Modulation und -Expression 
  • Verbesserung der Wahrnehmung, des Ausdrucks und der Umsetzung eigener Bedürfnisse 
  • Erleben und Reflexion geläufiger Interaktionsmuster und Erproben neuen Verhaltensweisen
 

Unsere musiktherapeutischen Angebote im Einzelnen

 
Aktive Musiktherapie: Bei der aktiven Musiktherapie spielen und improvisieren wir gemeinsam auf einfach zu bedienenden Musikinstrumenten. Dies ermöglicht durch einen spielerischen Umgang mit Klängen und Tönen einen persönlichen musikalischen Ausdruck, wodurch Empfindungen und Stimmungen anklingen, (noch) nicht Aussprechbares „angespielt“ werden kann, und die Teilnehmer mit sich selbst und anderen Teilnehmern in Kontakt und Beziehung kommen.  
 
Beim strukturierten Musikspiel steht die Aktivierung und Stärkung der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen im Mittelpunkt. Dabei achten wir im gegenwärtigen Augenblick auf unsere jeweiligen Stimmungen und Bedürfnisse und versuchen heraus zu finden, was für uns gut und wohltuend ist, und versuchen dasjenige zu begrenzen, zu unterbrechen oder zu lassen, was wir als belastend und schädlich erleben.  
 
In freien Improvisationen entstehende Musik verstehen wir als ein gemeinsames Werk, welches durch den Einzelnen und durch die Gruppe gestaltet wird. Oft werden dabei typische Belastungen, Konflikte und hinderliche Gewohnheiten, wie wir sie aus unserem beruflichen (z.B. Teamarbeit, Umgang mit Kollegen, Kontakt mit Vorgesetzten,...) und privaten Alltag (z.B. Partnerschaft, Familie, Freundeskreis,…) kennen, direkt in der Musik erfahrbar und dadurch besser versteh- und veränderbar. Lösungsansätze können „spielerisch“ gefunden und auf ihre Funktionalität hin überprüft werden.  
Durch das Handeln und durch die Bewegung, durch welche Musik erst entstehen kann, wird der Körper mit einbezogen. Musik wird zu Recht auch als "Sprache des Gefühls" bezeichnet, so dass wir im Erleben der Musik einen direkten Zugang zu unseren Emotionen finden können. Und schließlich ist unser Verstand über das Wahrnehmen, Strukturieren, Phantasieren, Reflektieren, Verstehen und Verändern beteiligt, so dass uns die Musiktherapie ganzheitlich als Menschen anspricht.  
Musikalisches Tun und sprachlicher Austausch von Patient, Rehabilitand und Therapeut wechseln sich ab. Musikalische Vorkenntnisse werden weder erwartet noch sind sie notwendig.   
  
 
Rezeptive Musiktherapie: Hören und inneres „Aufnehmen“ von Musik eines Tonträgers oder von Instrumenten mit spezifischen Klangeigenschaften ermöglichen einen intensiven Zugang zu unserem Gefühlsleben. Auch hier wechseln sich Musik und sprachlicher Austausch von Patient, Rehabilitand und Therapeut ab.   
  
 
Informationen zu den verschiedenen musiktherapeutischen Verfahren zum Download
 
 
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Tanz- und Bewegungstherapie

 
Tanz- und Bewegungstherapie ist künstlerische und körperorientierte Psychotherapie.  
Sie beruht auf dem Prinzip der Einheit und Wechselwirkung körperlicher, emotionaler, psychischer, kognitiver und sozialer Prozesse. Die Tanz- und Bewegungstherapie hat psychotherapeutische Theorie-Praxis-Modelle unterschiedlicher Schulen für die Anwendung von Bewegungs- und Gestaltungsprozessen modifiziert und weiterentwickelt. Insofern stellt sie eine verfahrensübergreifende Methode dar, die innerhalb tiefenpsychologischer, verhaltenstherapeutischer, systemischer und humanistischer Behandlungskontexte zur Anwendung kommt.  
 
Zentrale Medien sind Bewegung und Tanz in Verbindung mit dem reflektierenden, therapeutischen Gespräch.   
  
 

Der tanztherapeutische Prozess

 
Der Zugang über die Sprache des Körpers bietet eine erhebliche Erweiterung der therapeutischen Möglichkeiten. Sie kann zum Ausdruck bringen, was verbal vielleicht (noch) nicht formuliert werden könnte. Das Einbeziehen des Körpers und dessen Gedächtnis (body-memory) ermöglichen die therapeutische Berücksichtigung auch vorsprachlicher Erlebnisse.  
 
In der konkreten Anwendung werden alltägliche Bewegung und Tanz als Ausdrucksform für eigene Gefühle, körpersprachliche Kommunikation und Interaktion mit anderen sowie zur Gestaltung der therapeutischen Beziehung genutzt. Das Erlebens-, Ausdrucks-, Anpassungs- und Kommunikationsverhalten lässt sich u.a. in der Muskelspannung, Atmung, Haltung und Bewegungsdynamik beobachten und selbst erfahren. Die Tanzbewegung und deren Symbolgehalt gibt Aufschluss über emotionale Belange des Einzelnen.  
 
Tanz- und Bewegungstherapeuten initiieren den therapeutischen Prozess, indem sie im Besonderen mittels Tanz und Bewegung intervenieren und strukturieren. Sie beginnen bei den gesunden Persönlichkeitsanteilen und fördern damit die psychische Stabilität und Ich-Stärke. Im weiteren Therapieprozess werden neue Bewegungsmöglichkeiten und alternative Handlungsmodelle erarbeitet und erlebbar gemacht. Veränderungen auf der Bewegungsebene wirken auf die gesamte Persönlichkeit und fördern das ganzheitliche Erleben. Die Verbalisierung des Bewegungsgeschehens und das reflektierende therapeutische Gespräch werden entsprechend der Behandlungssituation unterschiedlich angewendet. Verbale Reflexion wird eingesetzt, um die Bewusstwerdung des Erlebten zu fördern und neue Bewegungserfahrungen zu integrieren  
  
 

Unsere Ziele

 
Ziel tanz- und bewegungstherapeutischer Arbeit ist u.a.;  
  
  • die Wiedererlangung, Erhaltung und Förderung der Gesundheit und Lebensqualität. 
  • Symptome zu beheben, zu reduzieren bzw. einen anderen Umgang mit ihnen zu erlernen 
  • Erwerb neuer Möglichkeiten von Beziehungsgestaltung und Handlungskompetenz 
  • Verwirklichung individueller Bedürfnisse im Einklang mit sozialer Kompetenz 
  • Förderung der Körperwahrnehmung und Entwicklung eines realistischen Körperbildes als Grundlage eines adäquaten Selbsterlebens und einer angemessenen Fremdwahrnehmung 
  • Stärkung von Selbstwertempfinden und Selbstwirksamkeit durch bewusste Anknüpfung an Ressourcen 
  • Verbesserung der sozialen, körperlichen und seelischen Stabilisierungs- und Regulationskompetenz 
  • Erweiterung des Bewegungsrepertoires im Sinne der nachreifenden Ich-Entwicklung und zur Verbesserung der Problemlösefähigkeit 
  • Bearbeitung von emotionalen Erlebnisinhalten 
  • Bearbeitung von intra- und interpsychischen Konflikten und strukturellen Defiziten 
  • Förderung der authentischen Bewegung und des selbstbestimmten Ausdrucks
  
  
Quelle: www.btd-tanztherapie.de 
Berufsverband der TanztherapeutInnen Deutschlands e.V. (BTD) 
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Hier können Sie unsere Kunstwerke aus der Ergotherapie kennenlernen
  
  
 
  
  
 
  
  
   
  
  
  
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